Werbung

Um sich selbst kreisen

Brechtfestival 2018

Das Augsburger Brechtfestival will im kommenden Jahr egoistische Tendenzen in der Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen. Das Festival steht deswegen unter dem Motto »Egoismus versus Solidarität« und wird vom 23. Februar bis 4. März 2018 stattfinden. »Aktueller könnte dieses Thema kaum sein«, sagte Augsburgs Kulturreferent Thomas Weitzel bei der Vorstellung des Programms. Die Festivalmacher meinen, dass die Welt »zunehmend von Krisen und Konsum, Selbstdarstellung, Medienwahnsinn und Individualisierung gebeutelt« sei und dies zum Egoismus beitrage. »Denken und Handeln fallen buchstäblich auseinander«, sagten sie.

Zur Eröffnung des Theater-, Musik- und Literaturfestes wird das Theater Augsburg als Premiere das Stück »Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer« nach einem Brecht-Fragment zeigen. Zu dem Stück soll der Politiker Gregor Gysi eine »Theaterpredigt« halten (25.3.). Weitere Höhepunkte des Festivals sollen Gastspiele des Maxim Gorki Theaters aus Berlin am zweiten Festivalwochenende sein. Das Theater Bremen wird mit dem Brecht-Stück »Der gute Mensch von Sezuan« in Augsburg gastieren (25.2.). Am 24. Februar sind wieder zahlreiche Konzerte an verschiedenen Orten bei der »Langen Brechtnacht« geplant.

Das Brechtfestival findet 2018 zum zweiten Mal unter der Leitung des Berliner Regisseurs Patrick Wengenroth statt. Das Festival »soll kein jammervolles Echo der uns umgebenden Krisen sein, sondern vielmehr Lust darauf machen, diese Krisen durchstehen zu wollen«, sagte er über das Egoismus-Motto. Wengenroth wird auch 2019 noch einmal künstlerischer Chef des Brechtfestes in Augsburg sein. Künftig soll die Leitung dann im Drei-Jahres-Rhythmus wechseln. Bei dem bevorstehenden Festival will die Stadt Augsburg auch den nächsten Träger des Brechtpreises bekanntgeben. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln