Werbung

Ausbildungsverhinderungsgesetz

Jürgen Amendt hält den aktuellen Bafög-Bericht für zynisch

  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Als am Mittwoch das Bundesbildungsministerium den 21. Bafög-Bericht veröffentlichte, erfuhren das die Medien über Umwege. Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt stellte das Ministerium den Bericht online. Man findet ihn auch dort nur über Umwege. Dabei ist das, was in dem Bericht festgestellt wird, mindestens seit diesem Sommer bekannt. Schon im August hatte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) eine Mitteilung veröffentlichen lassen, in der ein Rückgang der Zahl der Geförderten verkündet wurde. Und auch damals wurde die sinkende Förderquote mit steigenden Einkommen und höherer Erwerbsquote begründet.

Das ist zynisch: Die Zahl der Geförderten sank nicht aufgrund steigender Einkommen der Eltern, sondern weil die Freibeträge bei der jüngsten Bafög-Novelle 2016 nicht in dem erforderlichen Maße angehoben wurden. Politisch brisant ist zudem, dass die Autoren des Berichts in einem ersten Entwurf noch von einer Notwendigkeit schrieben, die Förder- und Bedarfssätze zu erhöhen. Jetzt ist nur noch von einer »möglichen Neufestlegung der Bedarfssätze und Freibeträge« die Rede. Das Bafög (Bundesausbildungsförderungsgesetz) wird so immer mehr zu einem Ausbildungsverhinderungsgesetz.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!