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Streiks gegen neue Kürzungen

Griechen wehren sich mit Ausstand gegen soziale Einschnitte

Athen. Aus Protest gegen die harte Sparpolitik der Regierung unter Alexis Tsipras sind am Donnerstag in Griechenland die Mitglieder der größten Gewerkschaften des Landes in einen 24-stündigen Streik getreten. Allein in Athen gingen mehr als 20 000 Demonstranten auf die Straßen, wie die Polizei schätzte. Das Motto der Proteste lautete: »Armut, Steuern, Arbeitslosigkeit - ihr habt jede Grenze überschritten.« Der Protest richtet sich zudem gegen ein neues Gesetz, mit dem das Streikrecht eingeschränkt werden soll: Ein Streik soll nur dann legal sein, wenn 50 Prozent plus eine Stimme der Gewerkschaftsmitglieder dem zugestimmt haben. Bislang reichten 20 Prozent oder auch der Beschluss des Gewerkschaftsvorstandes. »Hände weg vom Streikrecht«, skandierten die Demonstranten. Das Gesetz soll in den nächsten Wochen vom Parlament gebilligt werden.

In Fernsehen und Rundfunk gab es wegen des Streiks keine Nachrichten, Fähren blieben in den Häfen, auch Bahnen fuhren nicht. dpa/nd

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