Kampf um den besten Tabellenplatz

Bildungsstandards sollen dafür sorgen, dass Schülern mehr Kompetenzen vermittelt werden und weniger Paukwissen. Studien sollen das überprüfen. Ob beides erfolgreich geschieht, ist unter Forschern und Praktikern umstritten.

  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
Bildungsniveau der Grundschüler massiv gesunken» - «Viertklässler lesen und rechnen schlechter, liegt es an den Migranten?» - «Brandenburger Viertklässler landen bei einem bundesweiten Bildungstest im Mittelfeld» - Das sind nur drei Schlagzeilen («Focus», «Zeit», rbb-online), mit denen Medien die Ergebnisse der Studie IQB-Bildungstrends kommentierten, die Mitte Oktober von der Kultusministerkonferenz (KMK) Mitte Oktober veröffentlicht wurde.

Als Anfang Dezember die Ergebnisse der internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) vorgestellt wurden, waren die Reaktionen ähnlich. Im Fokus stand vor allem der Umstand, dass die Grundschüler hierzulande bei der Studie gegenüber der Vorgängerstudie von 2012 im Ranking vom oberen Leistungsdrittel ins Mittelfeld abgerutscht sind. «Grundschüler fallen beim Lesen zurück», titelte beispielsweise der Berliner «Tagesspiegel», und auf zdf.de lautete die Überschrift simpel und faktisch falsch: «D...


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