Werbung

Keine Partei für Prekarisierte

Robert D. Meyer über die AfD und ihre (un)sozialpolitischen Forderungen

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Zur Bundestagswahl gelang es der AfD, sich mit ein paar wärmenden Phrasen als Partei der einfachen Leute zu inszenieren. 21 Prozent der Arbeiter und Arbeitslosen gaben den Rechten dafür ihre Stimmen. An den Versprechungen einer Sozialpolitik im Sinne der Prekarisierten konnte dies schon damals nicht gelegen haben. Bisher hat sich die AfD nicht um die Interessen von Niedriglöhnern und Arbeitslosen gekümmert und wird dies auch weiterhin nicht tun. Ihr gelingt es allerdings, zum eigenen Vorteil einen Keil zwischen diese prekären Gruppen zu treiben. Als Trennlinie dient bisher allen voran die Staatsbürgerschaft.

Dieser Trennung in »deutsche« und »ausländische« Arbeiterschaft bliebe die AfD treu, sollte sich Markus Frohnmaier auch nur ansatzweise mit seiner Idee von einer »volkskapitalistischen Partei« durchsetzen. Geflüchtete und Migranten würden somit noch weiter prekarisiert und ihnen der Zugang zum Sozialstaat faktisch dauerhaft verbaut. Doch auch auf Prekäre mit deutschem Pass soll der Druck, gefälligst um jeden Preis arbeiten zu gehen, erhöht werden. Alle Betroffenen ließen sich noch leichter gegeneinander ausspielen, der Hass und die Konkurrenzsituation zuspitzen. Fatalerweise ist dies nichts, was die AfD erfunden hätte. Es wäre die konsequente Fortsetzung der Agenda 2010.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!