Maybachufer: Verwaltung setzt auf Vermieterzusage

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (LINKE) hat die Vorlage zurückgezogen, mit der verdrängungsbedrohten Sozialmietern aus sechs Häusern am Neuköllner Maybachufer als »freiwillige Leistung« Unterstützung wegen drastischer Mieterhöhungen geleistet werden sollte. Dies sei geschehen, da der Vermieter nach Verhandlungen zugesichert habe, Mietern mit Wohnberechtigungsschein die angekündigten Mieterhöhungen längstens bis Jahresende 2018 zu stunden, heißt es in einer Mitteilung der Stadtentwicklungsverwaltung. »Ich begrüße die kurzfristig erzielte erste Einigung und bedanke mich bei allen Beteiligten, die zu dieser Lösung beigetragen haben«, sagte Lompscher. Die von den Initiativen »Mani & May«, »Mieterstadt.de« und »GloReiche« am Freitag übergebene neugefasste Rechtsverordnung zur Berechnung der Kostenmieten werde derzeit durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen geprüft. Man sei »sprachlos über die Untätigkeit des Senats und den lächerlichen Deal mit dem Eigentümer, der hier als Sieg gefeiert wird«, so reagierten die Sozialmieter von »Mani & May« bei Twitter auf die jüngste Entwicklung. nic

Dazu passende Podcast-Folgen:
  • ndPodcast
    Berliner*innen werden laut gegen Verdrängung / Außerdem: Brandanschlag gegen Hausprojekt / Tramlinie durch den Görli / Berliner Vermüllung
    • Länge: 00:16:57 Stunden

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