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Das Salamanca-Projekt

In Spanien gibt es Streit über die Pläne zu Westeuropas größtem Urantagebau

  • Von Norbert Suchanek
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Region im mittleren Westen Spaniens zwischen der Universitätsstadt Salamanca und der portugiesischen Grenze ist eine malerische Landschaft mit Rinder- und Schweineweiden sowie einem Meer aus uralten Steineichen. Nachhaltige, extensive Viehzucht ist die traditionelle Einkommensquelle der von Landflucht geplagten Region. Der Untergrund ist indes reich an Uran: Die einen wollen den Schatz heben, um Atomkraftwerke mit Kernbrennstoff zu versorgen und der Region zu gut bezahlten Jobs zu verhelfen. Die anderen warnen hingegen vor der Gefahr großräumiger radioaktiver Belastung und Naturvernichtung.

Die spanische Regierung hat die Büchse der Pandora längst geöffnet. Das staatliche Uranunternehmen ENUSA förderte in der Gemeinde Saelices El Chico von 1974 bis zur Stilllegung der Mine im Jahr 2000 rund 130 Tonnen Uranoxid pro Jahr. Weit mehr als die zehnfache Menge, rund 2000 Tonnen, soll nun das sogenannte Salamanca-Projekt jährlich zu T...


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