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Die Trumps von Ankara

Nelli Tügel über Außenpolitiker, die heute dies und morgen das sagen

  • Von Nelli Tügel
  • Lesedauer: 1 Min.

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Ist Trump der Erdoğan von Washington oder Erdoğan der Trump von Ankara? Wie auch immer die Antwort auf diese Frage lauten möge, fest steht: Politik, vor allem Außenpolitik, ist in Zeiten der Trumps und Erdoğans vor allem eines - unberechenbar. Erdoğans Außenminister-Büttel Mevlüt Çavuşoğlu hatte am Dienstag mit Äußerungen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur Schlagzeilen gemacht, denen zufolge er einen erneuten Friedensprozess mit der kurdisch-türkischen PKK-Miliz unter bestimmten Bedingungen für vorstellbar halte. Das ließ - auch die Autorin dieser Zeilen - aufhorchen.

Das Dementi aber folgte auf dem Fuße: Çavuşoğlus Presseberater Kahraman Haliscelik stellte am Dienstagabend klar, dass auch eine Niederlegung der Waffen keine Wiederbelebung des Friedensprozesses bedeuten würde. »Wir haben keine Absicht, wieder Verhandlungen mit einer Terrororganisation aufzunehmen«, sagte er. »Alle unsere Bürger (...) fordern, die PKK bis zum Ende zu bekämpfen.« Also: Alles wie gehabt. Man kann nur hoffen, dass Çavuşoğlus jüngste Ansagen zum Verfahren gegen Deniz Yücel etwas mehr Verbindlichkeit aufweisen und nicht ebenso schnell wieder zu Staub zerfallen. Das könnte sich am Samstag zeigen, wenn Çavuşoğlu seinen Amtskollegen Sigmar Gabriel in Goslar besucht.

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