Werbung

Arzt haftet nicht

Wenn der Patient ausbüxt

  • Von OnlineUrteile.de
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Eine Frau suchte mit ihrem Ehemann ein Krankenhaus auf, weil der Verdacht auf Herzinfarkt bestand. Nach einigen Untersuchungen riet der behandelnde Arzt der Frau, unbedingt in der Klinik zu bleiben. Das lehnte die Frau ab. Der Arzt riet ihr, sich das genau zu überlegen. Während der Arzt kurz das Untersuchungszimmer verließ, verschwand das Ehepaar und fuhr nach Hause, wo die Frau in der Nacht verstarb.

Der Witwer verlangte vom Arzt und Krankenhausbetreiber Schadenersatz und Schmerzensgeld. Das Landgericht Frankfurt am Main bejahte die Forderungen. Es warf dem Mediziner vor, die Frau nicht darüber aufgeklärt zu haben, welchem Risiko sie sich aussetzt, wenn sie die Aufnahme im Krankenhaus verweigert. Gegen dieses Urteil legten Arzt und die Klinikbetreiber Berufung ein und bekamen vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main mit Urteil vom 24. Januar 2017 (Az. 8 U 119/15) Recht. Zwar habe der Mediziner der Patientin nicht explizit vor Augen geführt, welche Folgen ihre Ablehnung haben könnte. Doch die Eheleute hätten entgegen der Absprache mit ihm die Klinik verlassen. Damit habe der Arzt nicht rechnen müssen. Ihm ist schuldhaftes Versäumnis nicht vorzuwerfen. Er habe nicht schon zu Beginn des Gesprächs darauf hinweisen müssen, dass die Patientin in Lebensgefahr geraten könnte, wenn sie die Klinik verlasse. OnlineUrteile.de

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen