Werbung

Steve Bannon verlässt rechte US-Webseite

Ehemaliger Chefstratege von US-Präsident Trump war zuletzt Herausgeber / Auch Rückkehr ins Weiße Haus unwahrscheinlich

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Washington. Steve Bannon, US-Präsident Donald Trumps ehemaliger Chefstratege und Wahlkampfleiter, verlässt die rechte Webseite Breitbart News. Er war dort zuletzt Herausgeber. »Bannon und Breitbart arbeiten an einer glatten und ordnungsgemäßen Übergabe«, heißt es in einem Bericht des Portals. Man sei dankbar für das gemeinsam Erreichte: »Steve ist ein geschätzter Teil unseres Vermächtnisses.«

Mit Bannons Demission schließt sich im Eiltempo ein Kreis, der den rechten Publizisten erst ins Innerste der Macht gesogen und von dort wieder hinausgeschleudert hat. Bannon war seit vergangener Woche schwer unter Druck geraten, weil er in dem Buch »Fire and Fury« des Journalisten Michael Wolff ausführlich mit kritischen Äußerungen über Trumps Familie zu Wort kommt, vor allem über Trumps ältesten Sohn Donald Jr. - mit dem war er schon im Weißen Haus überkreuz.

»Fire and Fury«, Feuer und Zorn, entfaltet damit weiter seine erhebliche Sprengkraft in Washington. Rasch nach Bekanntwerden der Äußerungen Bannons brach Trump mit dem vormaligen Gefährten: Nichts habe dieser mit ihm oder seiner Präsidentschaft zu tun. Bannon habe den Verstand verloren, schimpfte der Präsident.

Bannon bemühte sich seinerseits vergeblich in den vergangenen Tagen um Schadensbegrenzung. Er distanzierte sich von Wolffs Buch - wobei er die ihm zugeschriebenen Äußerungen nicht bestritt. Bannon schwärmte von Trumps »historischen Leistungen« und bezeichnete dessen Sohn als »Patrioten« und »guten Menschen«. Am Montag hatte das Weiße Haus erklärt, trotz des Bedauerns habe Bannon derzeit keine Chance auf eine Rückkehr.

Bannon hatte Breitbart 2016 zunächst verlassen, um für Trumps Wahlkampfteam zu arbeiten. Er galt als ein entscheidender Faktor für Trumps Wahlsieg im November, weil er Trumps Energie und massentaugliche Fähigkeiten mit Populismus und organisatorischer Härte kurzschloss. Danach machte Trump Bannon zu seinem Chefstrategen - der Höhepunkt seiner Macht, sein Einfluss wurde als gewaltig beschrieben. Den Abriss des administrativen Staates nannte er als ein Hauptziel. An seine Adresse gab es anhaltende Vorwürfe des Rassismus. Dass eine so umstrittene Figur wie Bannon es ins Weiße Haus geschafft hatte, galt vielen als Skandal. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!