Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Keine Wette auf Laborfleisch

Robert D. Meyer fordert drastische Mittel gegen den Fleischkonsum

  • Lesedauer: 2 Min.

Da brat mir doch jemand ein Tofutier! Der Fleischatlas 2018 ruft uns wieder einmal in Erinnerung, dass es mit unserem Hunger auf tierische Proteine nicht so weitergehen kann. Jahrzehntelange Appelle von Klima- und Umweltschützern für eine Rückkehr zum Sonntagsbraten fruchten nicht, wie sie müssten, was der faktisch kaum veränderte Pro-Kopf-Verzehr zeigt. Im Gegenteil: Nachdem in den letzten Jahren die pflanzliche Ernährung zwar größere Akzeptanz erfuhr, macht sich ebenso eine Gegenbewegung breit, die Fleisch für den einzig wahren Genussorgasmus hält.

Ein Blick in den Supermarktprospekt reicht, um zu beweisen, dass abgepacktes totes Tier Ramschware und somit die Norm bleibt. Beim Gedanken, dass wir uns dieses blutige Fressfest nur leisten können, weil ihm weltweit noch nicht die Mehrheit der Menschheit frönt, sollte uns das nächste Schnitzel im Hals steckenbleiben. Dass dieses irgendwann als bezahlbare Alternative aus dem Labor kommt, ist möglich, doch für eine Wette auf die Zukunft hat weder das Weltklima noch die Kuh auf dem Weg zum Schlachthof Zeit. Niemand weiß mit Gewissheit, ob sich In-vitro-Fleisch durchsetzt und es hinsichtlich der Vorteile für Umwelt und Tierwohl hält, was die Forschung verspricht.

Deshalb ist es Zeit für drastische Mittel: Mehrwertsteuer für tierische Produkte auf 19 Prozent rauf, die für pflanzliche Lebensmittel auf null senken. Es gibt kein Recht auf Fleisch, erst recht nicht in diesen Mengen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln