Freiheiten

Neues zu MeToo

Filmstar Catherine Deneuve ist von französischen Feministinnen dafür kritisiert worden, einen Artikel zu unterstützen, der die MeToo-Debatte neu bewertet. »Die Unterzeichner dieses Gastbeitrags vermischen vorsätzlich ein Verhältnis der Verführung, das auf Respekt und Lust basiert, mit Gewalt«, heißt es in einer Antwort der Aktivistin Caroline De Haas, die von rund 30 Frauen unterschrieben wurde und am Mittwoch beim Nachrichtenportal »Franceinfo« erschien.

Deneuve hatte gemeinsam mit rund 100 weiteren Frauen einen Artikel unterzeichnet, der unter anderem von der Schriftstellerin Catherine Millet verfasst worden war. Der Text kritisiert, die MeToo-Debatte habe eine »Kampagne der Denunziation« nach sich gezogen, und warnt vor einem »Klima einer totalitären Gesellschaft«. Die Unterstützerinnen erkannten an, dass es notwendig gewesen sei, ein Bewusstsein für sexuelle Gewalt gegen Frauen zu schaffen. Sie verteidigten aber »eine Freiheit, jemandem lästig zu werden, die für die sexuelle Freiheit unerlässlich ist«. »Hartnäckiges Flirten« sei kein Delikt. Die frühere Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal bezeichnete es auf Twitter als »schade, dass unsere große Catherine Deneuve sich diesem bestürzenden Text anschließt«. dpa/nd Personalie S.4

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