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Die Wartburg feiert ihren Geburtstag nach

Skulpturen, Collagen, Karikaturen - das Ausstellungsspektrum in Thüringer Museen ist 2018 weit gefächert

  • Von Antje Lauschner, Erfurt
  • Lesedauer: 3 Min.

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Ob Gerhard Altenbourg, der Meininger Theaterherzog, Karikaturen oder fotografische Collagen: Das Ausstellungsspektrum in Thüringer Museen ist 2018 weit gefächert, wie eine dpa-Umfrage ergab.

Das Lindenau-Museum stellt ab März die Künstlerfreundschaft zwischen dem Grafiker Altenbourg und dem Bildhauer Rolf Szymanski in den Fokus. Unter dem Titel »Buben, Damen, Könige« werden etwa 75 Werke Szymanskis aus zwei Privatsammlungen gezeigt. Ihnen werden Grafiken und Plastiken Altenbourgs gegenübergestellt, sagt Direktor Roland Krischke. Beide Künstler seien sich sehr ähnlich.

Das Angermuseum Erfurt will ab Ende Mai fotografische Collagen des Japaners Hiroyuki Masuyama zeigen. Unter dem Titel »Minima - Maxima« werden Werke des 1968 geborenen Künstlers zu sehen sein, die die Italiensehnsucht des 19. Jahrhunderts widerspiegelten, erzählt Direktor Kai-Uwe Schierz. Masuyama greife in seinen Arbeiten oft Orte von wichtigen Bildmotiven etwa von Caspar David Friedrich und William Turner auf, um sie zu fotografieren und daraus ein neues »altes« Kunstwerk zu schaffen.

Das Panorama Museum in Bad Frankenhausen will mit drei Ausstellungen punkten: Ab März zeigt es in Kooperation mit der Modernen Galerie in Zagreb eine Retrospektive des Kroaten Wassilije Jordan. Der Fokus liege auf 85 Arbeiten aus der Zeit von Mitte der 1950er Jahre bis 2011, sagte Direktor Gerd Lindner. Im Sommer stehe der Thüringer Maler und Zeichner Horst Sakulowski im Mittelpunkt. »Der Mensch vor der Kunst« ist Titel und Programm der dritten Schau ab November im Museum mit dem Bauernkriegspanorama von Werner Tübke. Der Bauhaus-Schüler Paul Citroen, sagte Lindner, habe mehr als 7000 Porträts von bekannten Zeitgenossen geschaffen. Der aus einer jüdischen Familie stammende Maler, Zeichner, Fotograf und Kunstpädagoge habe die meiste Zeit seines Lebens in den Niederlanden gelebt und dort nach dem Lehrkonzept des 1919 in Weimar gegründeten Bauhauses gelehrt.

Auch die Klassik Stiftung blickt schon auf die Gründung des Bauhauses vor 100 Jahren. Im Schiller-Museum werden Fotografien aus der Anfangszeit von Erich Consemüller gezeigt, so das bekannte Bild einer Frau mit einer Theatermaske von Oskar Schlemmer. Sie sitzt in dem berühmten »Wassily«-Stahlrohrsessel von Marcel Breuer. Die Fotos stammten laut Stiftungssprecher Timm Nikolaus Schulze aus einer Dauerleihgabe.

Das Satiricum der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung zeigt ab Mitte Februar Karikaturen von Til Mette unter dem Titel »Cartoons für die moralische Elite mit Bildung, Geld und gutem Geschmack«. Höhepunkt des Ausstellungsjahres wird laut Direktorin Eva-Maria von Máriássy die 9. Karikaturen-Triennale von Juni bis Oktober.

Die Meininger Museen erinnern von März bis Oktober an die große Zeit des Meininger Hoftheaters im 19. Jahrhundert, als es europaweit die Schauspielkunst prägte. Die Ausstellung konzentriere sich auf den »letzten großen Wurf« des Reisetheaters mit Schillers »Die Jungfrau von Orleans«, sagte Sprecher Axel Wirth. Die 18-jährige Amanda Lindner (1868 bis 1951) spielte Jeanne d'Arc. Ihr feinfühliges Spiel sollte für lang Zeit Vorbild für weitere Inszenierungen werden.

Die Wartburg in Eisenach wird mit einem Jahr Verspätung ihre Anfänge vor 950 Jahren beleuchten: 2017 war dafür wegen der großen Ausstellung »Luther und die Deutschen« keine Zeit und kein Platz. dpa/nd

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