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Bayern entlässt jeden fünften Häftling vorzeitig

München. In Bayern ist 2017 jeder fünfte Gefangene vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Mit einer Quote von 20 Prozent schickte der Freistaat im bundesweiten Vergleich nach Bremen (25,2 Prozent) und dem Saarland (24,2 Prozent) die meisten Insassen früher auf freien Fuß. Das geht aus der Antwort der Senatsverwaltung für Justiz in Berlin auf eine parlamentarische Anfrage der Linken und der SPD hervor. Die Hauptstadt bildet mit nur 6,8 Prozent das Schlusslicht. Über eine vorzeitige Entlassung entscheidet das Gericht, Voraussetzung ist eine positive Sozialprognose. Laut Strafgesetzbuch kann eine Freiheitsstrafe frühestens nach der Hälfte der verbüßten Zeit zur Bewährung ausgesetzt werden. In Bayern sind Entlassungen nach zwei Dritteln abgesessener Haft am häufigsten. dpa/nd

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