Werbung

Amerikanisches Debakel in Melbourne

Acht von neun US-Tennisspielerinnen und die besten Männer scheitern in der ersten Runde der Australien Open

  • Von Cai-Simon Preuten, Melbourne
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Es ist noch nicht so lange her, da kam das US-Tennis ganz gut ohne seinen Superstar aus. Serena Williams lag in den Wehen, dennoch dominierten ihre Landsfrauen die Szenerie. Angeführt von Schwester Venus zogen vier Spielerinnen beim Heim-Grand-Slam in New York ins Halbfinale ein. Der Titel ging an Sloane Stephens, die Tenniswelt in den USA konnte kaum schöner sein.

Vier Monate später kümmert sich Serena Williams im heimischen Florida hauptsächlich um Tochter Alexis Olympia und fehlt am anderen Ende der Erde an allen Ecken und Enden. Am ersten Turniertag der Australian Open erlebten die US-Spielerinnen ein Debakel. Erst scheiterte Sloane Stephens, dann Venus Williams und zuletzt Coco Vandeweghe. Neun Spielerinnen traten an, acht flogen raus, zudem erwischte es bei den Männern die Topspieler Jack Sock und John Isner. Ein denkwürdiger Tag.

Vorjahresfinalistin Venus Williams unterlag der Schweizerin Belinda Bencic 3:6, 5:7. Vandeweghe, Halbfinalistin 2017 in Melbourne und Flushing Meadows, konnte grippegeschwächt beim 6:7, 2:6 gegen Timea Babos aus Ungarn kaum etwas ausrichten. Und Stephens setzte ihre schwarze Serie fort, als sie auch ihr achtes Match nach dem Triumph von New York mit 6:2, 6:7, 2:6 gegen die Chinesin Zhang Shuai verlor.

Ausgerechnet der Ältesten des amerikanischen Trios setzte ihre Niederlage später am heftigsten zu. Venus Williams reagierte schmallippig mit äußerst kurzen und wenige aussagekräftigen Erklärungen. Die 37-Jährige wisperte kaum noch hörbar vor sich hin: »Ich habe nicht so schlecht gespielt. Es hat einfach nicht geklappt.«

Stephens versuchte es dagegen mit Galgenhumor: »Irgendwann schlage ich schon wieder jemanden.« Es sei für sie keine harte Zeit, »es ist eine Erfahrung«. Sie habe gelernt, nicht in Panik zu geraten. Es hörte sich an wie ein guter Ratschlag für das gebeutelte US-Tennis. Bald kommt Serena Williams zurück - und die Tenniswelt sieht wieder anders aus.

Den deutschen Frauen, die ihre Krise hinter sich gelassen haben, bescherte Julia Görges einen guten Auftakt. Sie feierte - quasi als Gegenentwurf zu Stephens - ihren 15. Erfolg in Serie. Und wie sollte es an einem solchen Tag anders sein: Görges gewann gegen eine Amerikanerin. 6:4, 6:4 besiegte die 29-Jährige aus Bad Oldesloe Sofia Kenin, bevor auch Mona Barthel (Neumünster) durch ein 6:4, 7:5 gegen Monica Niculescu aus Rumänien ebenfalls in die zweite Runde einzog. SID/nd

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen