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Schwesig fordert erneut die Zahlung von Tariflöhnen im Nordosten

Paseswalk. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat ihren Appell an die Wirtschaft für mehr Tariflöhne im Land erneuert. Dauerhaft niedrige Löhne zum Teil weit unter Tarif würden nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern gefährden, sondern auch das Vertrauen in das gesellschaftliche System schwächen, sagte Schwesig am Montag beim Neujahrsempfang der Landesregierung im vorpommerschen Pasewalk. Das starke West-Ost-Lohngefälle sei nicht mehr vermittelbar und untergrabe das Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft. Gewerkschaftsangaben zufolge bezahlen in keinem anderen Bundesland so wenige Unternehmen ihre Beschäftigten nach Branchentarifen wie in Mecklenburg-Vorpommern. Die SPD/CDU-Landesregierung, so Schwesig, respektiere die Tarifautonomie, doch gelte künftig bei Aufträgen von Land und Kommunen ein Vergabemindestlohn von 9,54 Euro, ein Stufensystem bei der Wirtschaftsförderung belohne Firmen mit Tarifbindung. dpa/nd

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