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  • Gleichstellung des Humanistischen Verbands mit Kirchen

Kirchen unter Druck

Johanna Treblin über die Privilegien der Kirchen

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: 1 Min.

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Dass der Senat den Humanistischen Verband als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt und ihn damit in vielerlei Hinsicht den Kirchen gleichgestellt hat, war ein längst überfälliger Schritt.

13 000 Mitglieder hat der Humanistische Verband in Berlin und Brandenburg. Das mag nicht viel sein. Aber die Angebote des Verbands werden von einer viel größeren Zahl Menschen genutzt: Mehr als 60 000 Schüler beispielsweise besuchen pro Jahr den freiwilligen Lebenskundeunterricht in der Hauptstadt. 2400 Berliner Jugendliche nahmen 2017 an der Jugendfeier teil, die der Humanistische Verband analog zur Jugendweihe anbietet. Tendenz steigend. Hinzu kommen Kitas, soziale Einrichtungen, Flüchtlingsheime. Der Humanistische Verband ist auf fast allen Feldern aktiv, auf denen auch die Kirchen aktiv sind - als weltanschauliche Alternative.

Was ihn unterscheidet: Auf die meisten Privilegien, die dem Humanistischen Verband nun zustehen, da er Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, will er verzichten. Beispielsweise will er seine Mitgliedsbeiträge nicht per Steuer einziehen lassen. Das setzt die Kirchen unter Druck: Wenn einer, der dürfte, auf ein Privileg verzichtet, das viele Berliner ablehnen, werden auch die Kirchen darüber nachdenken müssen, ob sie es beibehalten wollen.

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