Werbung

1400 Menschen im Mittelmeer gerettet

Mindestens zwei Flüchtlinge starben auf dem Weg von Afrika nach Europa / Insgesamt elf Rettungseinsätze allein am Dienstag

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Rom. Auf dem Mittelmeer sind am Dienstag rund 1400 Flüchtlinge gerettet worden. Helfer hätten zwei Tote geborgen, teilte die italienische Küstenwache mit. An insgesamt elf Rettungsaktionen waren demnach die italienische Polizei und Küstenwache, die EU-Mission Sophia und die spanische Hilfsorganisation Proactiva beteiligt.

Die spanische Organisation teilte mit, sie sei einem völlig überfüllten Boot mit rund 400 Menschen an Bord zu Hilfe gekommen, das sich in einer äußerst gefährlichen Lage befunden habe. Unter den Geretteten seien 175 Frauen und 75 Kinder gewesen. Bei einem der beiden Toten habe es sich um ein Kind gehandelt.

Die Menschen hätten »zu viele Stunden« dicht gedrängt unter »furchtbaren Bedingungen« verbracht und seien dem Tode nah gewesen. »Das Schiff hätte jeden Moment sinken können«, erklärte Proactiva im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Anblick sei »unerträglich« gewesen.

Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben des Innenministeriums in Rom fast tausend aus dem Mittelmeer gerettete Menschen nach Italien gebracht. Dies seien 60 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Nach UN-Angaben starben in diesem Jahr bereits 173 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

Im vergangenen Jahr gingen 119.369 im Mittelmeer Gerettete in Italien an Land. Die allermeisten starten von Libyen aus, wo Schlepper das Chaos des Bürgerkrieges nutzen und Hunderttausende Menschen auf eine Überfahrt nach Europa hoffen. In diesem Jahr starben bei dem Versuch, die gefährlichste Flüchtlingsroute der Welt zu überqueren, mehr als 190 Menschen. 2017 waren es im gesamten Jahr mehr als 3100. Agenturen/nd

Münzenbergforum

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen