Werbung

Bitcoin stürzt unter 10 000 US-Dollar ab - Platzt jetzt die Blase?

Digitalwährung hat ihren Wert seit Mitte Dezember halbiert

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Frankfurt/Main. Der Wert der umstrittenen Digitalwährung Bitcoin stürzt weiter ab. Am Mittwoch fiel der Kurs auf wichtigen Handelsplattformen wie Bitfinex unter 10.000 US-Dollar. Diese Woche hat der Bitcoin mehr als ein Viertel seines Wertes verloren.

Gegenüber dem Rekordhoch von Mitte Dezember bei knapp 20 000 Dollar hat sich der Wert sogar halbiert. Auch die Kurse vieler anderer Kryptowährungen stürzten ab, darunter die Bitcoin-Alternativen Ether und Ripple. Experten rätseln, ob sich die Digitalwährungen von ihrem Absturz noch einmal erholen oder ob die von vielen diagnostizierte Blase nun endgültig platzt.

Wesentlicher Grund für den Kurseinbruch seien Befürchtungen, dass der noch weitgehend unkontrollierte Handel mit Kryptowährungen reguliert werden könnte, sagt Wolfgang Kiener, Experte bei der Bayerischen Landesbank. Zuletzt waren derartige Regierungsvorhaben etwa in der Bitcoin-Hochburg Südkorea bekannt geworden. Die einstige Hochburg China hat bereits Schritte gegen Digitalwährungen ergriffen und erwägt offenbar, das Vorgehen zu verschärfen. Spekuliert wird über ein Verbot von Online-Diensten und Smartphone-Apps, über die auf ausländische Handelsplattformen zugegriffen werden kann.

Diese Woche hat zudem Joachim Wuermeling, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, weitere Regulierungsschritte als eine Frage der Zeit bezeichnet. Da Digitalwährungen unabhängig von nationalen Grenzen funktionierten, sei ein internationales Vorgehen gefragt.

Trotz des rasanten Kurssturzes ist der Wert des Bitcoins im längerfristigen Vergleich noch immer recht hoch. Denn bislang wurden lediglich ebenso rasant entstandene Gewinne seit Anfang Dezember abgegeben, als die Bitcoin-Rally bislang unbekannte Ausmaße annahm. Noch vor einem Jahr hatte der Kurs unter 1000 Dollar gelegen - also bei ein einem Zehntel des jetzigen Werts.

Der Bitcoin sollte die Lösung für viele Probleme des Bankensystems sein. Doch die digitale Währung wurde auch für kriminelle Geschäfte und zur Spekulation genutzt, erklärt nd-Redakteur Simon Pölchau.

Die zahlreichen Warnungen vor einer Blasenbildung beim Bitcoin hätten sich inzwischen bestätigt, sagt Craig Erlam, Experte beim Finanzdienstleister Oanda. »Der Wertverfall dürfte sehr entmutigend für all jene sein, die zuvor glaubten, es gebe hier leichtes Geld zu verdienen.« Dies heiße aber noch nicht, dass die Digitalwährung nun endgültig abstürzen werde. Entscheidend sei jetzt, wie weit es noch bergab gehe. »Inhabern von Kryptowährungen droht im schlimmsten Fall nicht weniger als der Totalverlust ihres Engagements«, warnt Sören Hettler, Experte bei der DZ Bank.

Der Bitcoin ist die bekannteste unter den mittlerweile rund 1400 Digitalwährungen. Sie hatte im vergangenen Jahr eine heftige Rekordjagd hingelegt. Andere Digitalwährungen legten - prozentual betrachtet - teilweise noch stärker zu, etwa der Bitcoin-Konkurrent Ripple. Digitalwährungen sind hoch umstritten zwischen Befürwortern und Gegnern. Den einen gelten sie aufgrund fehlender staatlicher Kontrolle als Freiheitssymbol, den anderen wegen möglichen Missbrauchs wie krimineller Handlungen als Gefahr. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen