Gute Syrer, schlechte Syrer?

Abdullah Al Kafri von der syrischen Kulturvereinigung Ettijahat über syrische Kunst in der Diaspora

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

In Deutschland, in Europa, gibt es oft die Einteilung in »gute Syrer« und »schlechte Syrer«. Als gut gilt, wer aus politischen Gründen das Land verlassen hat, als schlecht, wer geblieben ist, weil er dann ja ein »Assad-Syrer« ist. Wie geht Ettijahat mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Lebensentscheidungen der Künstler und Wissenschaftler syrischer Herkunft um?

Unser Interesse ist es nicht, Menschen zu bewerten und zu beurteilen. Alle Programme werden über Open Calls organisiert. Das einzige Label, das wir haben, ist der Name der Organisation: Unabhängige Kultur. Wir arbeiten mit unabhängigen Menschen zusammen. Unsere Vision ist es, ein diverses Syrien zu entwickeln, das intellektuell und künstlerisch produktiv ist und daran glaubt, dass Kunst und Kultur ein Grundrecht aller Syrer sind. Die letzten Jahre stellten einen Lernprozess dar, um die Bedürfnisse herauszufinden und auch in die Zukunft zu blicken.

Wie viele Künstl...


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