Werbung

Verdächtig

Wedel tritt zurück

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nach Vorwürfen gegen den Regisseur Dieter Wedel wegen angeblicher sexueller Übergriffe hat sich die Staatsanwaltschaft München eingeschaltet. Die Behörde ermittelt gegen den 75-Jährigen wegen einer möglicherweise nicht verjährten Sexualstraftat.

Es liege ein Anfangsverdacht vor, sagte am Montagabend eine Behördensprecherin. Ausgangspunkt für die Ermittlungen sei ein Bericht im »Zeit-Magazin«. Dort hatten am 3. Januar drei Ex-Schauspielerinnen Wedel beschuldigt, er habe sie in den 90ern sexuell bedrängt. Eine bezichtigt ihn dabei sogar der Vergewaltigung. Wedel, der mit TV-Mehrteilern wie »Der König von St. Pauli« und »Der Schattenmann« zu den bekanntesten deutschen Regisseuren zählt, hat den Vorwürfen per eidesstattlicher Erklärung widersprochen. Die von den Schauspielerinnen geschilderten Übergriffe sollen vor mehr als zwei Jahrzehnten stattgefunden haben. Die Sprecherin betonte, dass die Einleitung des Ermittlungsverfahrens noch kein Hinweis für eine Schuld Wedels sei.

Wedel war am Montag als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele zurückgetreten. Nach Angaben seiner Sprecherin hat der 75-Jährige eine Herzattacke erlitten und liegt im Krankenhaus. Nach dem Rücktritt Wedels übernimmt sein Stellvertreter Joern Hinkel kommissarisch die Leitung der diesjährigen Festspiele.

Der Regisseur schrieb in einer Erklärung, die Anfeindungen gegen ihn hätten »ein für meine Gesundheit und natürlich auch für meine Familie erträgliches Maß weit überschritten«. Er wolle die Festspiele »aus der diffamierenden Diskussion um meine Person heraushalten«. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen