Werbung

Hambacher Forst: Neun Aktivisten nach Blockaden in Haft

Drei Demonstranten sollen unter Lebensgefahr die Zufahrt zum Waldgebiet »Hambi« blockiert haben

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Aachen. Nach Blockaden im Hambacher Forst gegen den Braunkohletagebau sitzen neun mutmaßlich Beteiligte wegen Widerstands gegen Polizeibeamte in Untersuchungshaft. Gegen die fünf Männer und vier Frauen wurde Haftbefehl erlassen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Drei der Aktivisten sollen unter Lebensgefahr die Zufahrt zum Waldgebiet blockiert haben. Nach Polizeiangaben drohte etwa einem Mann, der sich mit einem Bügelschloss um den Hals an einen Pfahl gekettet hatte, die Strangulation. Den Angaben nach konnte er sich nicht mehr selbst befreien.

Gegen die neun werde ermittelt. Zu ihnen gehörte laut Polizei auch ein Mann, der sich in einer selbst gegrabenen, etwa drei Meter tiefen Grube verbarrikadiert hatte, aus der er aus eigener Kraft nicht mehr heraus kam.

Die neun Tatverdächtigen verweigerten laut Polizei Angaben zu ihren Personalien. Handflächen und Fingerkuppen hatten sie nach Polizeiangaben so mit Sekundenkleber beschmiert, dass auch keine Fingerabdrücke genommen werden konnten.

Die Polizei fand bei dem Einsatz in dem Gelände unter anderem Depots mit Wurfeisen, sogenannte Krähenfüße, mit Flüssigkeit gefüllte Christbaumkugeln und pyrotechnische Gegenständen. Im Hambacher Wald formiert sich immer wieder Widerstand gegen die geplanten Rodungen. Derzeit gilt dort aber ohnehin ein gerichtlicher Rodungsstopp: In der laufenden Rodungssaison darf RWE Power nach einer Entscheidung der Bezirksregierung Arnsberg keinen Baum fällen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

Münzenbergforum
Münzenbergforum