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Mensch schlägt Maschine

Marie Frank über Roboter und Reinigungskräfte bei der Bahn

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Einer der Reinigungsroboter geht in eine zweijährige Testphase.
Einer der Reinigungsroboter geht in eine zweijährige Testphase.

Wer will nicht gerne einem Roboterrennen beiwohnen, selbst wenn es sich dabei um Reinigungsmaschinen handelt? Roboter verheißen schließlich spektakuläre Technik, wenn sie dann noch gegeneinander antreten, verspricht es aufregend zu werden. Die ZuschauerInnen des Reinigungsroboterrennens am Dienstag im Berliner Hauptbahnhof dürften dennoch - oder gerade deswegen - etwas enttäuscht gewesen sein, und das in mehrfacher Hinsicht.

Zum einen wirken die Massen an Plastik, aus denen die kleinen Putzhelfer bestehen, nicht gerade zukunftsträchtig - nachhaltig geht anders. Auch die Leistung haut einen im Jahr 2018 nicht gerade vom Hocker. Maschinen, die in geraden Bahnen eine Wasserspur hinterlassen, kennt man aus Eishallen bereits seit Jahrzehnten. Zumal die Roboter nicht nur in Sachen Wendigkeit, sondern auch hinsichtlich ihrer Putzleistung nicht mal ansatzweise an ihre menschlichen KollegInnen - oder sollte man sagen KonkurrentInnen? - herankommen. Eine frische Pfütze Milch oder Cola aufzuwischen ist zunächst keine große Leistung. Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn die Milch bereits ein paar Tage eingetrocknet ist. Oder der Urin, um ein realistischeres Beispiel zu nehmen. Der sammelt sich zudem am liebsten in den Treppenaufgängen, auch hier können die Roboter bislang noch nichts ausrichten.

Die Reinigungskräfte bei der Deutschen Bahn können also aufatmen: So schnell wird ihnen kein Roboter ihren Job wegnehmen. Stellt sich die Frage, ob das Geld, das in die Anschaffung der Putzmaschinen gesteckt wird, nicht sinnvoller verwendet werden könnte - für höhere Löhne des Reinigungspersonals zum Beispiel.

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