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Grünes Licht für Nord Stream 2

Ostseepipeline in Deutschland genehmigt

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Stralsund. Der Bau der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 hat eine weitere Hürde genommen. Das Bergamt Stralsund, das für die Genehmigung in den deutschen Küstengewässern zuständig ist, gab am Mittwoch grünes Licht. Nach der Prüfung aller eingereichten Unterlagen sowie der Abwägung der eingegangenen Einwendungen habe die Behörde den Bau und Betrieb der Pipeline über 55 Kilometer im deutschen Küstenmeer für zulässig erklärt, teilte das Energieministerium Mecklenburg-Vorpommerns mit.

Ende 2017 hatte das Amt bereits eine erste Teilgenehmigung erteilt. Für den etwa 31 Kilometer langen Abschnitt in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie zuständig. Dessen Entscheidung steht noch aus.

Mit der 1200 Kilometer langen Pipeline soll zusätzliches Gas von Russland direkt nach Deutschland geliefert werden. In der EU ist das Milliardenprojekt umstritten. So hatte Dänemark Ende November die gesetzliche Grundlage dafür gelegt, das Projekt in den eigenen Hoheitsgewässern zu stoppen. Vor allem osteuropäische EU-Staaten kritisieren den Bau als politisch motiviert und fürchten um ihre Energiesicherheit. Die Bundesregierung unterstützt den Bau hingegen.

Die Gazprom-Tochter Nord Stream 2 begrüßte die Genehmigung als »wichtigen Meilenstein im vielschichtigen Genehmigungsverfahren«. Nun soll mit den bauvorbereitenden Maßnahmen am Anlandepunkt Lubmin begonnen werden. Dort endet bereits die erste Nord-Stream-Trasse, die seit 2011 russisches Erdgas nach Deutschland transportiert. Die ersten Baggerarbeiten im deutschen Küstenmeer könnten Mitte Mai nach dem Abschluss der Heringssaison starten. Nord Stream 2 sieht auch die Genehmigungsverfahren in Russland, Finnland, Schweden oder Dänemark auf einem guten Weg.

Die Umweltverbände WWF und NABU halten hingegen an ihrem Widerstand fest und prüfen die Möglichkeit einer Klage. dpa/nd

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