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Anklage wegen Mordes im Tiergarten-Fall

Knapp fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 60-jährigen Berlinerin hat die Staatsanwaltschaft einen jungen Mann wegen Mordes angeklagt. Der 18-Jährige soll die Frau auf ihrem Nachhauseweg zwischen Zoo und Bahnhof Zoo unvermittelt angegriffen haben, teilte die Anklagebehörde am Donnerstag mit. Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, die arg- und wehrlose Frau erwürgt, in ein Gebüsch gezerrt und mit ihrem Handy und einem kleineren Geldbetrag geflüchtet zu sein.

Die Frau aus Charlottenburg war am 5. September des Vorjahres nach einem Gaststättenbesuch mit Freundinnen in einem beliebten Lokal an der Tiergartenschleuse allein zu Fuß in Richtung Hardenbergplatz aufgebrochen. Zu Hause kam sie nie an. Nach der Vermissten wurde zunächst gesucht, auch Spürhunde kamen zum Einsatz. Die Leiche wurde dann nahe dem Zoo am Schleusenweg - einem Verbindungsweg parallel zur Bahntrasse - von einem Passanten entdeckt.

Der Tatverdächtige war rund eine Woche nach dem Tod der Frau in Polen in der Nähe von Warschau gefasst worden. Er sei über das geraubte Handy seines Opfers in Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden ermittelt worden, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Ein polnisches Gericht hatte der Auslieferung des russischen Staatsangehörigen nach Deutschland zugestimmt. Seit Oktober sitzt der mutmaßliche Mörder in Berlin in Untersuchungshaft. Er ist laut Staatsanwaltschaft wegen Raubes vorbestraft. In der Anklage wird ihm neben Mord auch Raub mit Todesfolge vorgeworfen. dpa/nd

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