Der kreweldsche Jong

Martin Hyun, gebürtiger Krefelder, betreut das olympische Eishockeyturnier

  • Von Oliver Kern
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Martin Hyun ist überall zu Hause und irgendwie auch nirgendwo. Vor 38 Jahren wurde er als Sohn koreanischer Einwanderer in Krefeld geboren. »Dort würde man sagen, ich bin ein echter kreweldsche Jong«, sagt Hyun zwar, doch liest man seine Bücher über die Tücken der Integration von Migranten in Deutschland, könnte man denken, dass man ihn dort nie wirklich als »echten Deutschen« angesehen hat. Dabei spielte er als Teenager sogar in diversen deutschen Juniorennationalmannschaften Eishockey. Der Sport wurde irgendwann sein Ticket aus Krefeld hinaus in die weite Welt, und all die Reisen brachten ihn am Ende ins Land seiner Eltern zurück. Nach Südkorea - in die Olympiastadt Gengneung.

Hyun, dessen Name wie »jon« ausgesprochen wird, wollte früher Profi bei den Krefeld Pinguinen werden. »Mein Vater meinte aber: ›Junge, mach die Schule weiter!‹ Also ging ich in die USA, denn da konnte ich erst mal beides kombinieren.« Der 18-Jährige bekam ...


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