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Blutige Abschottung

Sebastian Bähr über die Bedingungen der gesunkenen Asylzahlen

  • Von Sebastian Bähr
  • Lesedauer: 1 Min.

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Die EU ist abgeschottet - auf den ersten Blick hat sie ihr Ziel erreicht. Die verschiedenen Routen sind mehr oder weniger dicht, eine grundsätzliche Reform des ungerechten Dublin-Systems wurde vertagt, das Resettlement-Programm der UNO nicht umgesetzt. Kurz: Die Asylzahlen sinken. Was die EU zum Erreichen dieses Ziels tun musste, ist jedoch eine Schande. Autokraten und Diktatoren kaufte man sich als Türsteher ein, die kriminelle libysche Küstenwache rüstete man hoch und hetzte sie gegen Flüchtlinge wie Helfer, zivile Rettungsorganisationen stellte man an den Pranger.

Die Leidtragenden sind zum einen die hundertausenden Menschen, die in den libyschen Folterlagern oder anderen Schreckensorten festgesetzt sind, verrecken, vergewaltigt werden. Zum anderen sind es die engagierten Freiwilligen, die durch Schikanen handlungsunfähig und mundtot gemacht wurden.

Von Anfang an war klar, dass es keine handfesten Beweise gegen »Jugend rettet« oder die anderen NGOs geben wird. Sie waren für die grenzübergreifende Verleumdungskampagne aber auch nicht nötig. Ein relevanter Teil der europäischen Öffentlichkeit war nur zu bereit, jeglichen Schmutz zu glauben, der über die Helfer verbreitet wurde. Die EU ließ sich von diesem Fremdenhass treiben, nutzte ihn und verstärkte ihn gleichzeitig. An ihren Händen klebt Blut.

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