Werbung

Hat alles nix mit rechts zu tun

Nelli Tügel über den Anschlag auf schwarze Menschen in Macerata

Unterstütze das nd mit einem monatlichen Beitrag

Minimum 2,50 Euro/Monat

...oder einem Abo oder einer Spende:

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Vielleicht später...
Rechtsterrorismus in Italien: Hat alles nix mit rechts zu tun

Ein Mann schießt zwei Stunden lang gezielt auf schwarze Menschen und verletzt sechs von ihnen. Er ist bekennender Rechter. Der große Aufschrei nach diesem offenbar rassistisch motivierten Terrorakt aber blieb bislang aus. Dass der Schütze im vergangenen Jahr bei Lokalwahlen für die rechte, rassistische Partei Lega kandidiert hat? Für Lega-Chef Matteo Salvini kein Grund für Zurückhaltung. Er erklärte, wer seiner Ansicht nach die wahre Verantwortung für die Ereignisse von Macerata trage: nicht etwa der mutmaßliche, bereits geständige Täter, sondern »massenhafte« Einwanderung und diejenigen Politiker, die sie zuließen. Zwar distanzierte sich Salvini von »Selbstjustiz«, übernahm aber mit diesem Statement indirekt die Begründung des Schützen. Der will seine Tat als Rache für den Tod einer jungen Frau verstanden wissen, deren mutmaßlicher Mörder ein Einwanderer ist.

»Hat aber alles nix mit nix zu tun«, lautet ein beliebter zynischer Spruch von AfD-Politikern, wenn ihrer Ansicht nach islamistischer Terror durch beispielsweise Verweise auf den psychischen Zustand der Täter verharmlost werde. »Hat alles mit Einwanderung und nix mit Rechtsradikalismus zu tun«, scheint die Devise vieler nach Macerata zu sein. Das Wort »Terrorakt« möchte kaum jemand in den Mund nehmen. Der Täter sei verrückt, heißt es vielmehr. Gut vorstellbar, dass in den kommenden Tagen das wahlkämpfende Italien sehr viel über Migration, aber viel zu wenig über rechte Gewalt debattiert.

PYEONGCHANG 2018

Ein politischer Blick auf die Winterspiele.

14 Tage kostenlos und unverbindlich: Testzugang zu unserem Digitalabonnement.

Jetzt testen!