Werbung

Aufklären, ohne zu verteufeln

Martin Kröger über Folgen aus der neuen Drogenstudie

Unterstütze das nd mit einem monatlichen Beitrag

Minimum 2,50 Euro/Monat

...oder einem Abo oder einer Spende:

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Vielleicht später...
Vom BKA sichergestelltes Ecstasy
Vom BKA sichergestelltes Ecstasy

Drogenkonsum ist unter jungen Erwachsenen, die in Berlin feiern gehen, verbreitet. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, hätte der Senat sicher nicht 19 000 Euro für eine Studie aufwenden müssen. Schließlich ist das Phänomen seit Jahren gut bekannt und für geübte Augen auch häufig im Stadtbild sichtbar. Oder haben Sie sich noch nie gefragt, warum sich eine Gruppe junger Menschen derart fröhlich auf dem Grünstreifen einer vierspurigen Ausfallstraße herumfläzt?

Doch auch wenn die nun vorgelegte Untersuchung aufgrund fehlender Vergleichbarkeit und Repräsentativität wenig Neues vorzubringen hat, ist es dennoch richtig, dass sich politisch in diesem Feld etwas tut. Weg von der wenig wirksamen Repression hin zu mehr Prävention und Aufklärung. Dass Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) dieses Fazit aus der Studie mitnimmt, ist begrüßenswert. Drogenkonsum muss enttabuisiert werden, nur so können Risiken minimiert und Gefahren bekannt gemacht werden. Nur etwas zu verteufeln, bringt dagegen gar nichts - dass hat die hauptsächlich repressive Politik des Vorgängersenats gezeigt.

Wie bitter nötig Aufklärung tut, zeigt unterdessen der Blick auf die Statistik der Drogentoten: 146 Menschen starben 2017 nach dem Konsum von Drogen in Berlin. Im Jahr 2016 waren es noch 131. Damit gibt es nach Jahren des Rückgangs wieder einen starken Anstieg zu verzeichnen. Experten sagen, dass es in Wirklichkeit wohl noch viel mehr Drogentote gibt, da die Polizei Ärzten wegen des Datenschutzes heutzutage gar nicht mehr alle Daten zur Verfügung stellt.

Ein Umschwung zu einer liberalen Drogenpolitik ist also nicht nur dringend geboten, sondern es war auch ein politisches Versprechen, das im Koalitionsvertrag steht. Rot-Rot-Grün muss bei diesem Thema deshalb mehr liefern als nur einen Modellversuch beim Drug-Checking.

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

nd-Kiosk-Finder