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Vorsicht ist die Mutter der Finanzmärkte

IMK-Ökonomen warnen vor wachsender Sorglosigkeit

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Düsseldorf. Die aktuellen Kursstürze an den Aktienmärkten könnten nach Ansicht von Ökonomen Vorboten größerer Probleme sein. Durch Deregulierung und sinkendes Risikobewusstsein bewegten sich die Finanzinstitute auf den Zustand vor der Krise vor zehn Jahren zu, heißt es in einer Studie zur Finanzmarktstabilität, die am Mittwoch vorgestellt wurde. »Uns beunruhigt die Sorglosigkeit bei Finanzmarktakteuren und wichtigen Politikern«, sagte IMK-Direktor Gustav Horn, Chef des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.

Kritisch sehen die Ökonomen Thomas Theobald und Silke Tober, die den Bericht verfasst haben, etwa die Pläne der US-Regierung, Vorschriften für Banken zu lockern, um sie zur »ungehemmten« Kreditvergabe anzuregen. Solange aber die Einkommen der Schuldner nicht stiegen, erhöhe das die Gefahr von Kreditausfällen.

Ein weiteres Risiko könnten die Steuererleichterungen von US-Präsident Donald Trump darstellen. Davon profitierten vor allem Firmen und Reiche, die das Geld am Finanzmarkt anlegten. Dadurch könnten Blasen entstehen. Wenn sie platzten, wären die Folgen laut Horn ungleich verteilt: Eine Rezession schade Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen oft stärker als reiche Anleger. Auch europäische Investoren lassen sich demnach von niedrigen Zinsen dazu verleiten, in riskante Staats- und Unternehmensanleihen zu investieren. Da die Investoren verflochten seien, wachse der potenzielle Schaden bei einem Ausfall oder einer Erhöhung der Leitzinsen.

Letzteres könnte auch Banken bedrohen, die langfristige Immobilienkredite zu niedrigen Konditionen vergeben haben. Sie könnten Probleme bekommen, Kredite zu refinanzieren. Regulatorische Lücken sehen die Autoren bei Derivaten. Die Geschäfte damit seien intransparent, Kontrollinstanzen nicht gut ausgestattet. Eine neue Herausforderung seien Kryptowährungen, die massive Kursschwankungen verzeichneten. Es ist fraglich, wer sie kontrollieren soll. Die Autoren empfehlen, einen »digitalen Euro konzeptionell vorzubereiten«. AFP/nd

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