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Aufruhr auf den Malediven

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Malé. Nach der Festnahme zweier Richter des Obersten Gerichtshofs der Malediven haben die übrigen drei Mitglieder eine Anordnung zur Freilassung inhaftierter Oppositioneller widerrufen. Die Entscheidung des Gerichts vom vergangenen Donnerstag hatte eine schwere Krise in dem Inselstaat im Indischen Ozean ausgelöst. Anhänger der Opposition äußerten die Vermutung, dass der Widerruf auf Druck der Regierung geschehen war. Diese hatte sich geweigert, die Anordnung umzusetzen. Präsident Abdulla Yameen erklärte am Montag einen 15-tägigen Ausnahmezustand. Als Begründung gab er Zusammenstöße zwischen demonstrierenden Oppositionsanhängern und Sicherheitskräften in der Hauptstadt Malé an. Soldaten stürmten dann in der Nacht zum Dienstag den Obersten Gerichtshof und nahmen zwei Richter fest, darunter den Obersten Richter, Abdullah Saeed. Auch der frühere Präsident Maumoon Abdul Gayoom, ein Halbbruder des aktuellen Amtsträgers, wurde festgenommen.

Das Auswärtige Amt ergänzte seinen Reisehinweise für die Malediven wie folgt: »Aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung der angespannten politischen Lage wird Reisenden empfohlen, die Medienberichterstattung zu verfolgen, besonders vorsichtig zu sein und von nicht notwendigen Reisen nach Malé derzeit abzusehen.« Dagegen hat der Ausnahmezustand nach Angaben der Regierung in Malé keine Auswirkungen für Ausländer. dpa/nd

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