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Dann eben: Transnationale Partei!

Die Europawahlen 2019 werden ohne länderübergreifende Listen stattfinden. Na und? Europas Linke müssen nicht warten, findet Nelli Tügel

  • Von Nelli Tügel
  • Lesedauer: 1 Min.

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Der Altmeister wird bald 200 und er hat nicht nur meterweise Schriftgut hinterlassen, das in Lesekreisen gewälzt und auf Partys zum Ausweis der eigenen Intellektualität zitiert werden kann. Marx hat darüber hinaus Politik gemacht, auch wenn’s die Marxologen nicht gern hören. Dabei hat er sich um Organisierung über die Grenzen des Nationalstaates hinweg bemüht, 1864 als Mitbegründer der Internationalen Arbeiterassoziation.

Reibungslos lief es dort nicht - doch der Zustand der heutigen europäischen Linken ist im Vergleich dazu doch ziemlich traurig. Der von rechts im EU-Parlament abgelehnte Antrag, bei der Wahl 2019 transnationale Listen zuzulassen, war links überschattet vom machttaktischen Wüten eines französischen Nationalisten, der einen gescheiterten griechischen Reformisten aus dem gemeinsamen Parteienbündnis werfen will. Wie wäre es stattdessen mit einer richtigen europäischen Partei? Einer transnationalen Sammlungsbewegung, die nicht Ressentiments anflirtet oder sich gegenseitig Posten streitig macht, sondern Politik für Stuttgarter Daimlerarbeiter ebenso wie für Bukarester Krankenschwestern und in Rom lebende Migranten anbietet? Die transnationalen Listen waren eine schöne Idee, schade drum. Doch Europas Linke müssen ja nicht die Hände in den Schoß legen.

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