Werbung

Hetz-Lehrer war seit 2015 bekannt

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der wegen Hetzvideos im Internet Anfang Januar suspendierte Grundschullehrer Nikolai N. war der Bildungsverwaltung bereits vor zwei Jahren wegen seiner Aktivitäten gemeldet worden. Die Bildungsverwaltung sei am 1. Oktober 2015 durch die Schulleiterin der Moabiter Grundschule informiert worden, dass N. Verschwörungstheorien verbreitet, teilte Bildungsstaatssekretär Mark Rackles (SPD) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus mit.

Diese Verschwörungstheorien hätten damals keine antisemitischen Inhalte gehabt. Dass der Grundschullehrer in seiner Freizeit auch antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet und öffentlich den Holocaust relativiert, sei der Senatsverwaltung für Bildung erst durch Medienberichte Anfang Januar 2018 bekanntgeworden.

Nach dem Wechsel der Schule 2015 sei Nikolai N. an seiner neuen Arbeitsstätte unauffällig gewesen, heißt es weiter: »Der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie waren die Aktivitäten des Lehrers Nikolai N. in seiner Freizeit nicht bekannt.«

Die Bildungsverwaltung hatte gegen N. Anfang Januar Strafanzeige gestellt und ihn von seiner Tätigkeit als Lehrer für Englisch, Sport und Musik an der Vineta-Grundschule in Wedding zunächst freigestellt, nachdem bekannt wurde, dass er auf seinem Youtube-Kanal »Der Volkslehrer« unter anderen gegen Politiker hetzte und den Holocaust infrage stellte. Laut Schulleitung soll es aber keine politische Beeinflussung von Schülern durch den Lehrer gegeben haben.

Auf dem Kirchentag im Mai 2017 störte N. ein stilles Gedenken für ertrunkene Flüchtlinge oder beschimpfte im Herbst 2017 auf einer öffentlichen Podiumsdiskussion die Initiatorin des Berliner Holocaust-Mahnmals, Lea Rosh. epd/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!