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Schwierigster Job der UN

Personalie

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 2 Min.

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Es dürfte einer der schwierigsten unter den zahlreichen schwierigen Jobs bei den Vereinten Nationen sein: Martin Griffiths wird neuer UN-Sondergesandter für das Bürgerkriegsland Jemen. Am Donnerstag billigte der UN-Sicherheitsrat den Vorschlag von Generalsekretär Antonio Guterres, der Griffiths wegen dessen umfassenden Erfahrungen in den Bereichen »Konfliktlösung, Verhandlung, Mediation und humanitäre Angelegenheiten« ausgesucht hatte.

Die Aufgabe, die vor Griffiths liegt, ist enorm: Sein neuer Arbeitgeber bezeichnet den Krieg in Jemen als die derzeit größte humanitäre Krise weltweit. 8,4 Millionen Menschen sind dort vom Hunger bedroht, zudem herrscht in dem Land eine Choleraepidemie. Seit dem Eintritt der von Saudi-Arabien angeführten Koalition in den Krieg im März 2015 wurden mehr als 9200 Menschen getötet und fast 53 000 verletzt.

Griffiths bringt zumindest Erfahrungen in Konfliktlösung mit. Bisher leitete er als Geschäftsführer das Europäische Friedensinstitut in Brüssel, zuvor hat er das Zentrum für Humanitären Dialog in Genf mit aufgebaut. Zudem bringt er Erfahrungen als Mitarbeiter britischer und internationaler Organisationen mit, darunter das Kinderhilfswerk UNICEF und die Nichtregierungsorganisation Save the Children.

Ob das allerdings reichen wird, um den Konflikt zumindest einzudämmen? Jemen ist Schauplatz eines Stellvertreterkrieges zwischen Saudi-Arabien und Iran, interne Konflikte werden seit Jahren von den ausländischen Mächten ausgebeutet und verstärkt. Griffiths’ Vorgänger, der Mauretanier Ismail Ould Cheikh Ahmed und der Brite Jamal Benomar, scheiterten an der Aufgabe. In deren insgesamt sechs Jahren als Sondergesandte wurden keine Fortschritte bei der Schlichtung des Konflikts im Jemen erzielt.

Bis Dienstag 5 Uhr Ortszeit können die Mitglieder des Sicherheitsrates noch Einspruch gegen Griffiths einlegen. Damit ist laut Aussagen von Diplomaten allerdings nicht zu rechnen.

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