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Abschiebungen scheitern häufiger

Widerstand und gesundheitliche Gründe verantwortlich

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Berlin. Im vergangenen Jahr sind fast 1000 Abschiebeversuche gescheitert, weil sich die Betroffenen wehrten, gesundheitliche Bedenken bestanden oder Flugpersonal sich weigerte. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht, wurden 2017 damit fast doppelt so viele Abschiebungen in letzter Minute abgebrochen wie im Jahr zuvor. In insgesamt 981 Fällen scheiterte die Abschiebung im vergangenen Jahr, 2016 traf das in 502 Fällen zu. Dem Dokument zufolge scheiterten 2017 insgesamt 525 Abschiebungen, weil sich der Betroffene wehrte (2016: 263). In 111 Fällen bestanden gesundheitliche Bedenken (2016: 74). 314 Mal weigerten sich Piloten oder die Flugzeugbesatzung, die Abzuschiebenden zu transportieren (2016: 139). In 31 Fällen verweigerten die Herkunftsländer die Aufnahme (2016: 26).

Die Zahl der Abschiebungen insgesamt ist nach Angaben des Innenministeriums im Jahr 2017 auf knapp 24 000 gesunken. 2016 gab es knapp 25 400 Abschiebungen. epd/nd

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