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Bitcoin verliert, Petro gewinnt

Während einige digitale Währungen mit dem Abwärtstrend kämpfen, zieht die venezolanische Regierung für ihren Petro eine positive Bilanz

  • Von Ulrike Kumpe
  • Lesedauer: 3 Min.

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Der Bitcoin, die bekannteste Digitalwährung, verliert fast ein Viertel seines Wertes aufgrund behördlichen Drucks. Bereits von Mitte Dezember 2017 bis Januar 2018 hatte der Bitcoin eine erhebliche Wertminderung hinnehmen müssen. Demgegenüber zieht Venezuela bei der Einführung der Kryptowährung Petro eine positive Bilanz.

Verantwortlich für den aktuellen Abwärtstrend des Bitcoins ist das harte Durchgreifen der Finanz- und Börsenaufsichten in den USA und Japan. Mehrere landeseigene Handelsplätze gerieten ins Visier der japanischen Finanzaufsicht. Zwei von ihnen wurde der Handel für einen Monat untersagt. Weitere erhielten Strafen. Die Kryptobörse »Coincheck« wurde außerdem von den japanischen Finanzbehörden aufgefordert, stärker gegen Geldwäsche vorzugehen.

Auch die US-Börsenaufsicht behält sich einen strengeren Umgang mit Krypto-Handelsplattformen vor. Bereits am Mittwoch gab sie bekannt, dass sie »Initial Coin Offerings«, so etwas wie Crowdfunding für Investoren, die meist in digitalen Währungen zahlen, stärker kontrollieren werden. Viele Handelsplätze erscheinen den Kunden als von der Börsenaufsicht registrierte und regulierte Plattformen, obwohl sie es nicht seien. Mit diesem Schritt wolle man die Investoren vor Betrug und Manipulation schützen, heißt es in der Verlautbarung.

Der Bitcoin fiel daraufhin pro Einheit auf den führenden Handelsplattformen wie Bitstamp auf unter 9000 US-Dollar. Auch andere Digitalwährungen waren betroffen. Chinas Notenbankchef Zhou Xiaochuan warnte jetzt vor Spekulationen mit Kryptowährungen. Er gab aber gleichzeitig bekannt, dass man prüfe, inwieweit die dahinter stehende Technologie nutzbar sei.

Während einige digitale Währungen mit dem Abwärtstrend zu kämpfen haben, zieht der venezolanische Präsident Nicolás Maduro für den an den Erdöl-Preis gebundenen Petro eine positive Bilanz. Beim Vorverkauf seien Regierungsangaben zufolge bislang drei Milliarden US-Dollar eingenommen worden. Wie die Plattform »amerika21« berichtet, gibt es aber schon jetzt Bedenken – zum einen an den Preisnachlässen von bis zu 60 Prozent, zum anderen wird befürchtet, dass die Zulassung als landesinternes Zahlungsmittel spekulativen Geschäften den Boden bereiten werde.

Ein Börsianer äußerte sich gegenüber dem »Handelsblatt« skeptisch. Die Grundidee sei gut, um mehr Unabhängigkeit von der Leitwährung US-Dollar zu erreichen, aber am Erfolg zweifele er dennoch, weil durch die Wirtschaftskrise in Venezuela das Vertrauen von Investoren zu gering sei. Er sehe die Einführung des Petro eher als Verzweiflungstat. Die venezolanische Regierung erhofft sich mit der Digitalwährung das genaue Gegenteil: Die Einführung soll ein Ende der Wirtschaftskrise einläuten, wie sie auf ihrer Webseite zum Petro schreibt. mit dpa

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