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Saarländische Lebensart in bunten Piktogrammen

Für das Bundesland wurden nun 398 eigene Emojis entwickelt

  • Von Katja Sponholz, Saarbrücken
  • Lesedauer: 3 Min.

Aus der digitalen Welt sind Emojis, die Stimmungsbildchen, nicht mehr wegzudenken. Ob Daumen hoch oder weinendes Smiley, ob Herzchen oder Tiersymbol: Kaum jemand mag in einer SMS oder WhatsApp-Nachricht auf sie verzichten, um seine Gefühlslage zu dokumentieren oder Erklärungen abzukürzen. Die Saarländer haben nun ihre eigenen Emojis, um ihre spezielle saarländische Lebensart in bunten Piktogrammen mitzuteilen: die »Saarmojis«. Ab sofort können sie 398 dieser saarländischen Bilder und Filmchen kostenlos für die Betriebssysteme iOS und Android herunterladen und in die Welt verschicken.

Die Idee zu dieser bundesweiten Premiere hatte die Kommunikationsdesignerin Zymryte Hoxhaj, Mitbegründerin der Kreativgemeinschaft »Bureau Stabil«. »Wir Saarländer sind unserer Heimat sehr verbunden und stolz auf deren Besonderheiten«, sagte sie bei der Vorstellung in Saarbrücken. »Höchste Zeit, dass diese eben auch in die digitale Kommunikation Einzug halten!«

Die »Saarmojis« der Illustratoren Olga Günther und Stefan Grenner gibt es bislang in zwölf Rubriken mit je 30 bis 50 »Saarmojis«: Zum Start wurden die ersten Bilder aus zwölf Kategorien präsentiert - darunter Essen und Trinken, Redensarten, Sport und Stimmung. Der Schwenkergrill und eine Bierflasche zählen dazu genauso wie Ludwigskirche, Saarpolygon oder das blaue Pferdchen, Geschäfte aus dem bekannten Nauwieser Viertel und ein Stahlwerk. Der Lyoner, dem typischen Saarländer Fleischwurstkringel, sind gar zwölf eigene Stimmungsbildchen gewidmet. Hinzu kommen klassische saarländische Aussprüche und Redensarten wie »Ei joo« oder »Hauptsach gudd gess!« Und wer Saarländisch noch lernen muss, für den gibt es sogar die Kategorie Übersetzer (»Verstehschde«).

Kulturminister Ulrich Commerçon (SPD), der darauf Wert gelegt hatte, dass die »Saarmojis« in den Bereichen Kultur und Bildung nicht so »bierernst« daherkamen, sieht sie als »tolle Möglichkeit«, junge Menschen für das Thema kulturelle Medienbildung zu begeistern. »Wir werden das Thema weiter ausbauen«, kündigte er an. So sollen Schüler bei Workshops oder Projektwochen die Möglichkeit bekommen, eigene »Saarmojis« mit den Kreativschaffenden zu erarbeiten. »Dann haben die «Saarmojis» nicht nur einen regionalen Bezug, sondern auch einen ganz persönlichen für unsere Schülerinnen und Schüler.«

Vizeministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) hält die »Saarmojis« für ein »großartiges Aushängeschild für unsere Kultur- und Kreativwirtschaft« und freute sich, dass das Saarland erstes Bundesland mit eigenen Emojis ist. Die Nutzer würden automatisch zu Markenbotschaftern für das Saarland und für den Standort werben. »In humorvoller Art kann man Botschaften besonders gut rüberbringen.« Sie hoffe, dass möglichst viele Bürger die »Saarmojis« nutzen - »und wenn es nur dazu ist, ein gutes Gefühl zu entwickeln, dass man Saarländer ist«.

Gleichwohl sei die App auch ein starkes Werbemittel für saarländische Betriebe, die sich ein eigenes »Saarmoji« kaufen können. Erfinderin Hoxhaj hofft, dass künftig noch mehr Produkte und Unternehmen in der App vertreten sind. Und künftig vielleicht auch andere Bundesländer dem Beispiel aus dem Saarland folgen. dpa/nd

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