Taumelnde Himmelskörper

Geologisch aktive Planeten können ihre Drehachse ändern - das ist riskant für entstehendes Leben.

  • Von Dirk Eidemüller
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Schon lange wendet der Mond der Erde immer die gleiche Seite zu. Nach seiner Entstehung vor rund 4,5 Milliarden Jahren drehte sich der Mond zunächst noch schnell um seine Achse. Die Eigenrotation unseres Trabanten wurde aber aufgrund der Gezeitenkräfte, die die Erde auf ihn ausübt, im Lauf der Jahrmillionen abgebremst. Er dreht sich in der gleichen Zeit um seine Achse, in der er die Erde umkreist. Diese sogenannte gebundene Rotation ist auch für das Verständnis ferner Planeten von Belang: Denn bei der Suche nach bewohnbaren Planeten im Weltraum gelten erdähnliche Planeten, die rote Zwergsterne umkreisen, als heiße Kandidaten. Solche Planeten lassen sich besonders gut beobachten, da ihre Sterne nicht allzu hell leuchten und sich die Atmosphäre dieser Planeten mit der neuen Generation von Teleskopen untersuchen lässt.

Da rote Zwergsterne nur eine sehr geringe Leuchtkraft haben, liegt ihre habitable Zone, innerhalb der sich Planeten mit...


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