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Einst stellte Christian Bittar selbst Josef Ackermann in den Schatten. Für 2008 soll der Investmentbanker zunächst Boni in Höhe von 80 Millionen von der Deutschen Bank bekommen haben. Sein damaliger Chef Ackermann bekam als Lenker des größten deutschen Geldhauses in seiner besten Zeit maximal 14 Millionen Euro samt Boni. In eben jenem fraglichen Jahr musste er sich sogar »nur« mit 1,4 Millionen begnügen und auf seine Boni verzichten.

Es war das Jahr der großen Finanzkrise, als überall auf der Welt Banken vom Staat gerettet werden mussten, weil sie sich mit US-Hypothekenpapieren verzockt hatten. Ackermann rühmte sich damals zwar, kein Geld vom Staat zu brauchen. Doch rosig ging es der Deutschen Bank nicht. Für 2008 musste sie einen Verlust von vier Milliarden Euro verbuchen.

Dabei nutzte der Franzose Bittar, der 2001 zur Deutschen Bank kam, die Verwerfungen auf den Finanzmärkten, um viel Geld zu machen. 500 Millionen Euro soll Bittar 2008 seinem damaligen Arbeitgeber eingebracht haben. Doch wandte er dafür illegale Methoden an, derer er sich jetzt laut der für die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität zuständigen britischen Strafverfolgungsbehörde Serious Fraud Office (SFO) schuldig bekannte. Der 44-Jährige manipulierte demnach von 2005 bis 2009 mit anderen Bankern in London den europäischen Referenzzinssatz Euribor. Für ihre Absprachen sollen er und seine Komplizen einen Chat benutzt haben. Nachdem die Sache aufgeflogen war, feuerte ihn die Deutsche Bank 2011 und behielt 40 Millionen an Boni ein. Die Bank kosteten die Manipulation und ähnliche Skandale Milliarden an Strafen.

Bittar soll nach seiner Entlassung bis 2014 in der Schweizer Filiale eines Hedgefonds untergekommen sein. Nun droht ihm eine hohe Haftstrafe. Ein weiterer Banker wurde vergangenes Jahr in einem ähnlichen Fall zu 14 Jahren Haft verurteilt. Zudem muss er sich auf ein Bußgeld von zehn Millionen Pfund (11,3 Millionen Euro) einstellen. Schon vor Prozessbeginn musste Bittar umgerechnet 1,33 Millionen Euro Kaution zahlen.

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