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Razzien bei BMW und VW

Verdacht auf Abgasbetrug und falsche CO 2 -Angaben

München. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat am Dienstag die BMW-Zentrale durchsucht und Ermittlungen wegen Betrugsverdachts bei der Abgasreinigung eingeleitet. »Es besteht der Anfangsverdacht, dass die BMW AG eine prüfstandsbezogene Abschalteinrichtung verwendet«, teilte die Behörde mit. Rund 100 Polizisten und Staatsanwälte hätten Räume in der Konzernzentrale, im Forschungs- und Innovationszentrum in München und im Dieselmotorenwerk im österreichischen Steyr durchsucht, sagte ein BMW-Sprecher.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im Zuge von Ermittlungen gegen VW wegen möglicherweise falscher Verbrauchsangaben zudem Büros in der Wolfsburger Konzernzentrale durchsucht. Anfang März seien Papiere und größere Datenmengen sichergestellt worden, sagte Klaus Ziehe von der Staatsanwaltschaft am Dienstag. Ermittelt werde wegen des Verdachts auf Marktmanipulation. Dabei geht es um eine Ad-hoc-Mitteilung aus dem Dezember 2015, mit der VW eine vorherige Mitteilung widerrief, laut der es bei 800 000 Autos zu »nicht erklärbaren Werten« bei CO2-Messungen gekommen sei. Das legte nahe, dass die Verbrauchsangaben falsch gewesen sein könnten. dpa/nd

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