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Sinnvoll oder effektiv?

Denkspiel mit Mike Mlynar

»Was meint ihr wohl, wie viel Zeit Jäger und Sammler täglich zur Sicherung ihrer Lebenssituation brauchten?«, fragte jüngst ein Archäologe beim Gespräch im Bekanntenkreis. Der Antwortdurchschnitt lag bei rund neun Stunden. Als wissenschaftlich gesichert gelten derzeit jedoch ganze drei Stunden. »Damals war nicht Fertigkeit, sondern Kommunikation das Wichtigste«, so unser Experte. »Man musste vor allem wissen, wo die nächste Wasserquelle und welches Tier dort gut zu jagen ist.«

Fast 20 000 Jahre später scheint nun Kommunikation erneut wichtiger als Produktion zu werden. Allgegenwärtig bleibt bisher indes immer noch die alte industriekapitalistische Devise, dass sich »alles rechnen« müsse. Sie treibt die Leute auch mit den Fragen um, wie vorhandene Freizeit möglichst sinnvoll zu verbringen oder am effektivsten zu nutzen ist.

Wobei sinnvoll und effektiv selten identisch sind, sich eher überschneiden, meist einander sogar ausschließen. Es hängt eben immer von der jeweiligen Sichtweise ab. Die eine freut sich, wenn sie tagsüber ein, zwei, drei anregende Gespräche und des Abends Spaß hatte, der andere ist abends frustriert, weil es ihm abermals nicht gelang, mit seinem Tageswerk die Welt zu retten. Dieser joggt nur, wenn er Lust hat, jener täglich 55 Minuten, weil er sonst seinen Tagesplan gefährdet sieht. Jene lernt für effektives Reisen schon die fünfte Sprache, diese hält es für sinnvoller, in den nächsten Jahren die engere Heimat richtig kennen zu lernen.

Ihre meiste freie Zeit sollen die Menschen übrigens zu Beginn der Neolithisierung zu aller Art von Spielen genutzt haben. Zumindest diesen Trend gibt es ja im neuen »Kommunikationszeitalter« auch schon; eine neue Steinzeit bleibt uns hoffentlich erspart.

Sinnvoll: Robby ist mit dem Zug unterwegs. Als er die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatte, nickte er ein. Und er schlief so lange, bis von der gesamten Fahrt noch die Hälfte der Strecke zurückzulegen war, in der er vor sich hin schlummerte. Welchen Teil der gesamten Strecke hatte er schlafend verbracht?

Effektiv: In einem Toaster lassen sich in einer halben Minute zwei Brotscheiben rösten, allerdings, weil ein altes Modell, nur einseitig. Drei Scheiben beidseitig zu rösten, dauert demnach zwei Minuten. Wie schafft man es aber, drei Scheiben in nur eineinhalb Minuten zu toasten?

Ihre Antworten per E-Mail an spielplatz@nd-online.de oder per Post (Kennwort »Denkspiel/Spielplatzseite«). Einsendeschluss Mittwoch, 28. März. Absender nicht vergessen, denn wir verlosen unter den richtigen Antworten für jede Frage ein Buch.

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