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Einst der Diskus armer Griechen

Die Idee, mit Hufeisen zu werfen, hat eine lange Geschichte. Im antiken Griechenland griffen ärmere Bürger, die keine teuren Diskusscheiben bezahlen konnten, sportlich zu Hufeisen. Römische Legionäre übernahmen und exportierten das später im Zuge der imperialen Politik ihrer Konsuln und Cäsaren auch nach Britannien. Dort wurde die Sache im Mittelalter so populär, dass sie sogar das sportliche Bogenschießen zu übertrumpfen drohte. Edward III. (1312-1377) verbot das Hufeisenwerfen dann kurzerhand aus staatspolitischen Gründen, weil er geübte Schützen für den Hundertjährigen Krieg brauchte.

Das Hufeisenwerfen als Sport im modernen Sinne hat sich erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etabliert. In besagte Epoche fällt wohl auch die Aufgliederung in die Disziplinen »Quoits« (fokussiert auf Wurfweite; populär vor allem im United Kingdom) und »Horseshoes«, nämlich Zielwurf auf eine 30 Zentimeter hohe Stange, die in 11,27 Metern (USA) beziehungsweise neun Metern Abstand Deutschland) zu den WerferInnen steht.

Das Hufeisenwerfen in Deutschland wird als Breitensport vom Dachverband Pro Country organisiert. Das geltende Regelwerk ist prinzipiell von der »National Horseshoe Pitchers Association« (NHPA) übernommen worden. gra

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