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Grüner Gemischtwarenladen

Aert van Riel zur Absage Robert Habecks an eine linke Sammlungsbewegung

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die Grünen wirken wie ein Gemischtwarenladen. Jeder kann und soll etwas anderes in die Partei hineininterpretieren. Denn sie ist auf die Unterstützung aus unterschiedlichen Milieus angewiesen. Die neue Führung betont, sie sei links und liberal. In vielen Bundesländern gewinnt man aber zunehmend den Eindruck, dass die Grünen der ideale Bündnispartner für die Union sind. Um diese Widersprüche zu erklären, hat Parteichef Robert Habeck einmal mehr betont, dass die Grünen eigenständig seien und lösungsorientiert in verschiedenen Bündnissen zusammenarbeiten würden.

Das bedeutet im Klartext, dass Mitregieren für die Ökopartei mittlerweile zum Selbstzweck geworden ist. Deswegen vermeidet sie es, sich klar zu einem Lager zu bekennen. Aus diesem Grund hat sich Habeck nun auch ablehnend zur Idee einer linken Sammlungsbewegung geäußert, die Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht ins Gespräch gebracht hatte.

Man muss aber auch erwähnen, dass Wagenknecht es den Spitzen von SPD und Grünen nicht leicht gemacht hat, sich für ihre Idee zu begeistern. Denn das Projekt zielt, wenn es jemals in die Realität umgesetzt werden sollte, auch darauf ab, murrende Unterstützer von den beiden Parteien zu lösen. Und auf ihren linken Flügel wollen weder Grüne noch SPD verzichten. Er ist zwar ohne große Bedeutung, dient aber noch immer als soziales Gewissen.

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