Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Bei Aufwandsentschädigung kein Pflegepauschbetrag

Steuerrecht

Die mögliche gesetzliche Aufwandsentschädigung gilt als Einnahme, die dem Pauschbetrag entgegensteht, so das Finanzgericht Düsseldorf (Az. 15 K 3228/16 E) in einem am 8. März 2018 bekanntgegebenen Urteil.

Im konkreten Fall war der Kläger zum Betreuer einer heute 92-jährigen Frau und deren 71-jährigen Sohn bestellt worden. Seit Oktober 2012 werden beide in einem Heim versorgt. 2015 hatte der Kläger für die ehrenamtliche Betreuung die mögliche gesetzliche steuerfreie Aufwandsentschädigung erhalten, konkret 798 Euro. In seiner Steuererklärung machte er zusätzlich für beide Betreuten den Pflegepauschbetrag in Höhe von jeweils 924 Euro geltend.

Das Finanzgericht lehnte das ab. Die Gewährung der Pflegepauschale setze voraus, dass der Steuerpflichtige für Pflegetätigkeiten keine Einnahmen erhält. Hier habe der Betreuer aber die Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Betreuer erhalten.

Voraussetzung für die Pflegepauschale sei zudem eine Pflege »in nicht nur untergeordnetem Umfang« - konkret im Umfang von mindestens zehn Prozent des pflegerischen Gesamtbedarfs. Dass er diese Schwelle überschreitet, habe der Kläger nicht dargelegt. epd/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln