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Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman gibt sich als Friedensengel. Seine Worte, er spreche den Israelis das Recht auf ein eigenes Land zu, schlugen ein wie eine Bombe.

Dabei gilt der 32-Jährige außenpolitisch als Scharfmacher. Der Kronprinz, der auch Verteidigungsminister und Vizepremier des ölreichen Wüstenstaates ist, hat eine bisher in Saudi-Arabien noch nie dagewesene Machtfülle in seiner Person vereint. Er fährt gegen den Erzfeind Iran einen harten Kurs. Der Sohn des 82 Jahre alten Königs Salman gilt auch als »Vater« des Krieges gegen Jemen. Als Verteidigungsminister hat er die saudische Militärintervention im Nachbarland zu verantworten. Bei seinem Besuch in Washington vor wenigen Tagen lobte US-Präsident Donald Trump die hohen Ausgaben Saudi-Arabiens für Rüstungsgüter aus den USA.

Beliebt machte sich Mohammed bin Salam, der als der starke Mann der Monarchie am Golf gilt, in seinem Land durch eine Reihe von Zugeständnissen, die anderswo längst selbstverständlich sind. Dass Frauen Auto fahren und Stadien besuchen dürfen, wird von der Jugend ebenso begrüßt wie die Zulassung von Kinos.

Seine Ankündigung, das Land zu einem gemäßigten Islam zu führen, verstanden viele Fundamentalisten in Saudi-Arabien als Kampfansage. Für sie bedeutet dies das Überschreiten einer roten Linie.

Doch der Kronprinz duldet keinen Widerspruch. Nachdem er im Juni 2017 den bisherigen Kronprinzen Mohammed ibn Najef verdrängt hatte, ließ er im September einige konservative Kleriker festnehmen. Im November setzte er fast 400 Mitglieder der Königsfamilie, Geschäftsleute und Behördenvertreter fest. Dies wurde als Offensive gegen Korruption »verkauft«. Dazu ließ er große Teile der Militärführung austauschen.

Die Verhaftungswelle brachte dem Kronprinzen jetzt Post von US-Sängerin Cher ein. Sie bat bin Salman, »nett« zu Prinz Turki bin Abdullah zu sein und diesen freizulassen. Der Prinz sei ein »guter Freund« ihres Sohnes Elijah, dem die Festnahme »das Herz gebrochen« habe.

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