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Zwischen Neuanfang und Ende

Frankreichs Sozialdemokraten ringen um ihr politisches Überleben

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Berlin. Der neue Vorsitzende der französischen Sozialistischen Partei, Olivier Faure (49), hat seine ums politische Überleben kämpfende Partei auf Geschlossenheit eingeschworen. »Sich zusammenzuschließen ist keine Option, das ist eine Pflicht«, sagte Faure am Sonntag zum Abschluss eines zweitägigen Parteitages im Pariser Vorort Aubervilliers. Der bisherige Fraktionschef in der Nationalversammlung war am Samstag offiziell zum Parteivorsitzenden berufen worden. Faure hatte sich zuvor bei einem Mitgliederentscheid klar durchgesetzt. Für viele Franzosen ist der 49-Jährige nach eigenen Worten noch ein »unbeschriebenes Blatt«.

Bisher habe es zu viel Uneinigkeit zwischen den Strömungen der Partei gegeben, sagte Faure. »Ich glaube nicht an die Unversöhnlichkeit der Linken.« Alte Gräben müssten für die »Wiedergeburt« der Partei überwunden werden. »Es ist dringend notwendig, dass wir wieder gehört werden als eine linke Stimme, die regierungsfähig ist und die Alternativen anbieten kann«, sagte Faure.

Die Parti socialiste von Ex-Staatschef François Hollande kämpft derzeit ums Überleben. Die einst stolzen Sozialisten stürzten bei den Präsidenten- und Parlamentswahlen 2017 regelrecht ab. Die Fraktion schrumpfte dramatisch auf rund ein Zehntel ihrer vorherigen Größe. Die Partei musste Mitarbeiter entlassen und muss ihre prestigeträchtige Zentrale in Paris verkaufen.

Manche gemäßigte Sozialisten sind ins Lager des liberalen Staatschefs Emmanuel Macron gewechselt - darunter prominente Figuren wie der ehemalige Premierminister Manuel Valls. Erst am Samstag musste die Partei eine weitere Klatsche einstecken: Die Jugendorganisation der Sozialisten verließ ihre Mutterpartei und schloss sich der Bewegung des ebenfalls abtrünnigen Ex-Ministers Benoît Hamon an. nd/dpa Seite 8

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