Werbung

Facebook löscht US-Rassisten Spencer

Ultranationalist erlangte im Wahlkampf von Donald Trump Bekanntheit

  • Von Niklas Franzen
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wie verschiedene Medien berichten, hat Facebook das Profil des US-amerikanischen Rassisten Richard Spencer entfernt. Neben dem persönlichen Profil löschte das Medienunternehmen zwei Seiten, die der Chefstratege der faschistischen »Alt-Right«-Bewegung verwaltete. Facebook hat sich bisher nicht geäußert, laut BBC sind die Profile aber permanent gelöscht.

Vor einigen Tagen hatte Facebook bereits die britische, islamfeindliche Seite »Britain First« entfernt. Die Vertragsbedingungen des Tech-Riesen verbieten Hassreden, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Ethnie angreifen. Dies wiederholte Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei einer Anhörung vor dem US-Senat in der vergangenen Woche. Auch Twitter hatte Ende im vergangenen Jahr die Accounts von Britain First und anderen Ultranationalisten gelöscht.

Spencer war in der Vergangenheit immer wieder durch rassistische Äußerungen aufgefallen. Der 39-Jährige gilt als Erfinder des Begriffs »Alt-Right«, der in den USA als Sammelbegriff für die extreme Rechte verwendet wird. Im Wahlkampf von Donald Trump erregte Spencer durch seine ultrarechten Positionen Aufmerksamkeit.

Bei einer Wahlparty rief Spencer einer Menge zu: »Heil Trump! Heil unserem Volk! Sieg Heil!«. Seine Unterstützer antworteten mit Hitlergrüßen. Die Sperrung von Spencers Facebook-Konten wird aber nicht das Ende seines Internet-Aktivismus sein: Der Ultranationalist besitzt weiterhin Profile bei Twitter und Youtube.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen