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Platz in der Europa-City nach Otto Weidt benannt

Erster Spatenstich für den Bau des künftigen Otto-Weidt-Platzes im Neubaugebiet Europacity nördlich des Hauptbahnhofs. Namensgeber Otto Weidt (1883 - 1947) war Besenmacher in Berlin - und rettete seine fast ausschließlich jüdische Belegschaft vor Verfolgung und Deportation. Er besorgte gefälschte Ausweise, bestach die Gestapo, half Personen, unterzutauchen und versteckte einige selbst, unter anderem in seiner Werkstatt. Weidt war selbst erblindet und beschäftigte vornehmlich Blinde und Gehörlose in seinem Kleinbetrieb in der Rosenthaler Straße 39, wo heute ein Museum an ihn erinnert. Anfang des 20. Jahrhunderts war der gebürtige Rostocker in der anarchistischen Arbeiter_innenbewegung in Berlin aktiv.

An der Zeremonie am Dienstag nahm auch die Autorin Inge Deutschkron (zweite von rechts) teil. Sie hatte von 1941 bis 1943 in der Werkstatt von Weidt gearbeitet, der sie vor der Deportation bewahrte. Ab Januar 1943 lebte sie illegal in Berlin und versteckte sich dank der Hilfe des Unternehmers bei nichtjüdischen Freunden. Seit Jahren setzt sich Deutschkron für das Gedenken an Otto Weidt ein. Der Platz soll Ende 2019 oder Anfang 2020 fertiggestellt werden. chm Foto: nd/Ulli Winkler

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