Werbung

E-Sport ist Sport!

DigitalathletInnen erbringen Spitzenleistungen. Es ist endlich Zeit das anzuerkennen, findet Florian Brand

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Als ich mir vor Jahren erstmals eine Konsole kaufte, gab es ein bekanntes Fußballspiel gratis dazu. Mir war Fußball zur damaligen Zeit ziemlich egal - ich war mehr so der Schach-Typ. Erst nach einigen Stunden vor der Konsole mit besagtem Fußballspiel begriff ich, welche taktische Tiefe tatsächlich im Kicken auf realem Rasen steckt.

In Südkorea gilt E-Sport längst als Volkssport. Dortige Liveübertragungen von Ligawettkämpfen gleichen Massenevents, wie man sie hierzulande nur von der Fußball-WM kennt. Frenetisch jubelnde Fans unterstützen ihre (derzeit größtenteils männlichen) Idole lautstark. Und koreanische E-Sportler dominieren die digitalen Wettkämpfe weltweit. Doch auch hierzulande sind immer mehr Fußballvereine darum bemüht, elektronische Wettkampfteams aufzubauen.

Natürlich lässt sich die körperliche Verfassung von E-SportlerInnen nur schwer mit der von ProfifußballerInnen vergleichen. Man unterschätzt jedoch, welche Leistung DigitalathletInnen tatsächlich erbringen. Wie beim Schach erscheint die körperliche Anstrengung von außen minimal, während der Herzschlag bei 160 Schlägen pro Minute (und höher) liegt. DigitalathletInnen sind darauf getrimmt, maximale Denkleistung in kürzester Zeit zu erbringen - etwa um unzählige Spielzüge im Bruchteil einer Sekunde zu berechnen und auszuführen. Bei Profis liegt die durchschnittliche Zahl der APM (Aktionen pro Minute) bei rund 300, AnfängerInnen kommen noch nicht mal auf 50 APM.

Natürlich ersetzt das Zocken am Computer nicht die Zeit auf dem Bolzplatz unter freiem Himmel, doch gerade deswegen ist es wichtig, professionelle Strukturen aufzubauen, die den jugendlichen DigitalathletInnen ein gutes Training mit ausgewogener Ernährung bieten. Außerdem täte dem dopinggestressten Olympia und seinen hehren Werten frischer Wind gut. Vielleicht erreicht man dadurch auch wieder die Jugend - und damit die Mitte der Gesellschaft.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen