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Leipziger Allerlei

Von Hajo Obuchoff

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Noch im vergangenen Jahr sah es nach einem unaufhaltbaren Aufstieg aus: die Rasenballer aus Leipzig - innerhalb von sieben Jahren aus der fünften Liga in die erste Bundesliga aufgestiegen - wurden in ihrer ersten Saison in Liga eins Vizemeister. Nun, gegen Ende der zweiten Saison und nach dem wenig ruhmreichen Auftritten in Champions und Euro League ist Ernüchterung eingetreten. Die 2:5-Niederlage am Sonnabend in heimischer Arena gegen 1899 Hoffenheim ist ein weiterer Stein, der aus dem Mauerwerk des RB Leipzig bröckelt.

»15 Gegentore in vier Spielen: Das habe ich als Trainer bisher auch nicht erlebt«, gesteht Trainer Ralph Hasenhüttl entgeistert. Krasse Defensivschwächen ließen die Leipziger auf den sechsten Rang in der Bundesliga sacken. Das schwache Torverhältnis von 47:47 belegt den Mangel in der Abwehr. Und so werden aus den vier Punkten Rückstand auf den »Champions-League-Rang« vier faktisch fünf Minuspunkte.

An Europa denkt der Trainer derzeit allerdings nicht. »Wenn wir in den letzten Spielen nicht wieder eine Schippe drauflegen und die Fehler hinten abstellen, dann haben wir oben nichts verloren«, sagt Hasenhüttl. »Dann haben wir zwar eine ganz nette individuelle Qualität, aber als Mannschaft nicht die Qualität, um da oben zu bestehen.«

Damit trifft der Trainer wohl das Problem seines Teams. Neben den vielen jungen Talenten bei RasenBallsport scheinen zwei, drei Spieler zu fehlen, die etwas mehr internationale Erfahrung mitbringen. Bis auf den kaum mehr eingesetzten Dominik Kaiser und Ersatztorhüter Fabio Coltorti ist kein Akteur älter als 30 Jahre. Leipzigs Spielsystem - oder ist es das, des Sportdirektors Ralf Rangnicks - mit starkem Pressing und schnellen Kontern lebt zwar von den schnellen Spielern, scheint indes entschlüsselt und vielleicht auch zu einseitig für größere Aufgaben.

Am Sonntag hat der Verein reagiert und alle Vertragsverhandlungen vertagt. Man benötige »die komplette Konzentration auf die letzten drei Spiele«, meint Rangnick: »Das gilt für alle, auch für Spieler wie Timo Werner.«

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